Wie funktioniert OCR bei gescannten Dokumenten?
OCR verwandelt eine gescannte Seite von einem bloßen Bild in ein Dokument, in dem Sie jedes Wort durchsuchen können.
Răspuns scurt
- OCR steht für optische Zeichenerkennung: Der Text in einem Bild wird zu durchsuchbarem Text.
- Ein Scan erzeugt nur ein Bild; ohne OCR kann sein Inhalt nicht durch eine Suche gefunden werden.
- OCR läuft automatisch beim Hochladen des Dokuments und fügt dem Bild eine Textebene hinzu.
- Nach der Verarbeitung können Sie alles durchsuchen, was im Dokument vorkommt: Namen, Registriernummer, Datum oder Betrag.
Was das Gesetz sagt (kurz)
- Gesetz 135/2007 verlangt, dass das elektronisch aufbewahrte Dokument lesbar und unverändert bleibt: OCR fügt eine Suchfunktion hinzu, ersetzt aber nicht das Originaldokument.
- Gesetz 16/1996 überträgt dem Inhaber die Pflicht zur schnellen Auffindung des Dokuments, sodass das Inventar auch mit OCR notwendig bleibt.
- Verordnung (EU) 2016/679, Art. 5 Abs. 1 lit. e: Der durch OCR extrahierte Text enthält dieselben personenbezogenen Daten und unterliegt denselben Aufbewahrungsfristen.
- Gescannte Finanz- und Buchhaltungsdokumente unterliegen weiterhin den Fristen aus Gesetz 82/1991 und OMFP 2634/2015.
Praktische Beispiele
- Sie suchen nach „Abnahmeprotokoll Halle 2" und erhalten in weniger als einer Sekunde vier Treffer aus 3.500 gescannten Seiten.
- Eine im Text eines eingegangenen Schreibens erwähnte Steuernummer wird durchsuchbar, obwohl sie im Dateinamen nirgends vorkommt.
- Bei 200 gescannten Seiten pro Tag würde die manuelle Indexierung etwa zwei Stunden Tipparbeit bedeuten; OCR erledigt dies beim Hochladen.
- Eine 2014er-Personalakte, rückwirkend gescannt, wird noch am selben Tag nach dem Namen des Mitarbeiters durchsuchbar.
Häufige Fehler
- Es wird mit 150 dpi oder weniger gescannt, wodurch die Erkennungsgenauigkeit spürbar sinkt; 300 dpi ist der praktische Schwellenwert.
- Die Seiten sind schräg oder mit dem Handy fotografiert, ohne automatische Begradigung.
- Es wird ohne diakritische Zeichen gesucht, obwohl der erkannte Text sie enthält.
- Es wird angenommen, dass OCR zu 100 % genau ist: Bei handschriftlichen Dokumenten bleibt das Ergebnis jedoch nur teilweise korrekt.
- Auf das Inventar wird verzichtet, mit der Begründung, „es wird ohnehin per Volltext gesucht".
Wie 4docs Ihnen hilft
- Automatisches OCR beim Hochladen, auch für den Massenimport aus dem alten Archiv.
- Volltextsuche im Inhalt der Dokumente, nicht nur im Dateinamen.
- Kombinierte Filterung nach Jahr, Dokumenttyp, Abteilung und Aufbewahrungsfrist.
- Der gefundene Textausschnitt wird direkt in der Seitenvorschau hervorgehoben.